AKTUELLES  

NEDKO SOLAKOV
Emotions (without masks)

Nedko Solakov schenkt der Mathildenhöhe Darmstadt zum erfolgreichen Abschluss der Ausstellung „Emotions (without masks)“ 27 Wand- und Bodenobjekte der Totalinstallation sowie die komplette Wasserreservoir-Installation „No Ideas (for the water reservoir)“ mit mehr als 600 Publikumsbeiträgen. Es handelt sich um die bislang größte ortsgebundene Schenkung des documenta XII-Künstlers und Biennale-Stars Nedko Solakov überhaupt.

„Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen werden wir reich beschenkt“, freut sich Dr. Ralf Beil, Direktor des Instituts Mathildenhöhe Darmstadt. „Nedko Solakov honoriert mit seiner Schenkung auch den Mut und das große Engagement der Mathildenhöhe Darmstadt bei der Realisierung des Aufsehen erregenden Projekts „Emotions (without masks)“. Der Künstler ist dem Musenhügel Darmstadts seither auf besondere Art verbunden: „I am very happy that I will be so extensively present in the collection of Mathildenhöhe Darmstadt.“

Ankäufe und Sammlungspolitik Durch den (aus Mitteln des Museumsshops Mathildenhöhe mit Unterstützung des Ehrenamts für Darmstadt ermöglichten) Ankauf der 40-teiligen Zeichnungsserie „…and they lived happily ever after“ (ein Lehrstück über Anspruch und Abbruch von Utopien) sowie die überaus großzügige Schenkung Nedko Solakovs besitzt die Städtische Kunstsammlung / Institut Mathildenhöhe Darmstadt nun eine weltweit einmalige Sammlung von Werken des international hoch gehandelten Bulgaren. Dies bedeutet parallel zur derzeit ausgestellten „Schenkung Wella“ mit 100 hochkarätigen Werken der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, darunter 36 Arbeiten von Joseph Beuys, eine zentrale Erweiterung der Sammlung im Bereich der Gegenwartskunst.

Die Schenkungen und Ankäufe seit dem Amtsantritt von Direktor Ralf Beil 2006, zu denen mit Werken von Christian Boltanski und Rémy Markowitsch auch weitere Brückenköpfe der Gegenwartskunst gehören, führen das Institut Mathildenhöhe zu neuen Aufgaben. „Die Städtische Kunstsammlung Darmstadt mit ihren ebenso eigenwilligen wie markanten Beständen vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart ist nun an jenem Punkt angekommen, wo ein eigenes Gebäude für die Sammlung, bestenfalls auf dem bislang unbebauten Osthang der Mathildenhöhe Darmstadt, anvisiert werden kann und muss“, so Direktor Ralf Beil.

Die Publikation Zur Dokumentation der einzigartigen Totalinstallation „Emotions (without masks)“ erscheint in Kürze die umfassende, 270 Seiten starke Publikation „Emotions (without masks)“, herausgegeben von Ralf Beil, mit Texten von Nedko Solakov und einem Nachwort von Ralf Beil (englisch/deutsch) im Hatje Cantz Verlag. Nedko Solakov dazu: „I will miss the show tremendously, but I am glad that there will be this book about it.” Eine Hatje Cantz-Collector’s Edition mit Originalzeichnungen Nedko Solakovs auf Wandfragmenten der Ausstellung „Emotions (without masks)” begleitet die Publikation.

 

Das ganze Rahmenprogramm

Eröffnung und Open-Air Party auf der Mathildenhöhe
Samstag, 11. Juli, 18.30 Uhr
Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Nedko Solakov. Emotions (without masks)“ veranstaltet die Mathildenhöhe eine Sommerparty mit DJ Weller (Frankfurt) an den Plattentellern. Die Ausstellung ist bis 22 Uhr geöffnet, bis 23 Uhr kann die Installation im Wasserreservoir besichtigt werden

Künstlergespräch
Ralf Beil im Dialog mit Nedko Solakov

Sonntag, 12. Juli, 16.30 Uhr
Das Gespräch findet in englischer Sprache statt
Museum Künstlerkolonie
Eintritt: 5 € / 3 € ermäßigt

Open-Air-Filmnacht vor dem Ausstellungsgebäude
Nedko Solakovs Lieblingsfilme I
City Lights / Lichter der Großstadt (Charlie Chaplin, 1931)

Samstag, 15. August, 21.30 Uhr
Ab 18 Uhr ermäßigter Eintritt in die Ausstellung und stündlich Gratis-Kurzführungen (18, 19, 20 und 21 Uhr)

Die Mathildenhöhe Darmstadt zeigt den Stummfilm-Klassiker „City Lights“ / „Lichter der Großstadt“ (USA 1931) von und mit Charlie Chaplin.

In der Rauminstallation „I love them“ von 2007 hat Nedko Solakov seine Lieblingsfilme künstlerisch verarbeitet. Im Gespräch mit Museumsdirektor und Kurator Dr. Ralf Beil nennt er zwei Gründe, warum Charlie Chaplins „City Lights“ zu einem seiner sieben Lieblingsfilme zählt: „Zum einen hat der Film mich emotional sehr berührt, zum anderen ist mein künstlerisches Verfahren Chaplins Arbeitsweise sehr nahe.“ Der Regisseur Chaplin hat bisweilen erst auf dem Set, inspiriert von Dekor und Bühnenaufbauten, seine Filmideen entwickelt, sich also direkt vom vorgegebenen Kontext anregen lassen. Genauso hat Nedko Solakov sich auf der Mathildenhöhe Darmstadt vom Licht und der Architektur der vorangegangenen Masken-Ausstellung zu seiner Totalinstallation inspirieren lassen. Charlie Chaplin notiert in seiner Autobiografie „Die Geschichte meines Lebens“: „Aus dem Zusammengetragenen auswählen – das ist die Methode, das zu finden, was man braucht.“
Bis in die Strategie der Lebensbewältigung durch absurden Witz und Situationskomik ähneln sich die beiden Künstler. „Der Humor sorgt dafür, dass die Bösartigkeit des Lebens uns nicht ganz und gar überwältigt.“ Dies könnte sehr gut eine Aussage des bulgarischen Gegenwartskünstlers sein – es stammt jedoch von Charlie Chaplin.

Zum Film: Um einem blinden Blumenmädchen (Virginia Cherril) eine rettende, aber für sie unerschwingliche Augenoperation zu ermöglichen, begibt sich der verliebte Vagabund (Charlie Chaplin) in aberwitzige Situationen. Nachdem das Mädchen sein Augenlicht wiedererlangt hat, folgt der wohl bewegendste Filmmoment, der je gedreht wurde.

Familienwoche auf der Mathildenhöhe
18. bis 23. August
Eine Woche lang ermäßigter Eintritt für Eltern und ihre Kinder im Ausstellungsgebäude und
Museum Künstlerkolonie

Kleine Geschichten und große Gefühle
Sonntag, 23. August, 15 bis 18 Uhr
Kindertag zur Ausstellung auf der Mathildenhöhe

Beim diesjährigen Kindertag auf der Mathildenhöhe Darmstadt dreht sich alles um die Welt der kleinen und großen Emotionen. Kinder zwischen 6 und 12 Jahren können sich auf eine spannende Reise machen, den unterschiedlichsten Gefühlen nachspüren und sie kreativ umsetzen. Da gilt es einen großen Teufel zu besiegen, ein Daumenkino herzustellen oder eine aufregende Entdeckungstour durch die Ausstellung von Nedko Solakov anzutreten. An den Mal-, Bastel- und Schreibstationen werden die Kinder zu Künstlern ganz eigener Art. Die Führungen durch die Ausstellung übernimmt Gustav (11 Jahre) und zum Abschluss findet ein großes Gewinnspiel mit tollen Preisen statt.
Der Eintritt zum Kindertag ist frei!

Nedko Solakovs Lieblingsfilme II
Donnerstag, 17. September, 19.30 Uhr
Die sieben Samurai (Akira Kurosawa, 1954)
Museum Künstlerkolonie
Eintritt: 5 € / 3 € ermäßigt

Nedko Solakovs Lieblingsfilme III
Donnerstag, 1. Oktober, 19.30 Uhr
Amarcord (Federico Fellini, 1973)
Museum Künstlerkolonie
Eintritt: 5 € / 3 € ermäßigt

Ein böser Virus – Nedko Solakov und die Emotionen
Do, 8. Oktober, 19.30 Uhr
Psychoanalytische Annäherungen
Vortrag von Dr. Lutz Garrels, Psychoanalytiker
Museum Künstlerkolonie
Eintritt: 5 € / 3 € ermäßigt

Finissage mit Kuratorenführung
Sonntag, 1. November, 16.30 Uhr
Direktor Ralf Beil führt durch die Ausstellung,
Anmeldung erforderlich.
Öffentliche Führungen
15 Uhr und 16.30 Uhr frei

 

Öffentliche Führungen

ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN DURCH DIE AUSSTELLUNG
Donnerstag, 18.30 Uhr, Sonntag, 11 und 15 Uhr
Sonderführungen in Deutsch, Englisch, Französisch und Russisch auf Anfrage unter:
mathildenhoehe@darmstadt.de und 06151-132778
Eintritt: 3 €

KINDERFÜHRUNGEN
Samstag, 25.7., 26.9., 31.10., jeweils um 15 Uhr
Julia Reichelt führt Kinder ab 6 Jahren durch die Ausstellung
Eintritt frei