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EINE ZEITUNG WIRD ZUM KUNSTWERK:
SONDERBEILAGE MARCEL VAN EEDEN
Am 22. November 2011, dem Geburtstag des niederländischen Zeichners und Konzeptkünstlers Marcel van Eeden, erscheint zur Ausstellung auf der Mathildenhöhe Darmstadt eine vom Künstler selbst konzipierte und gestaltete Sonderbeilage des „Darmstädter Echo“. Marcel van Eeden nimmt damit Bezug auf die große wie lokale Zeitgeschichte und erweitert die Totalinstallation auf der Mathildenhöhe Darmstadt um ein einzigartiges Kunstwerk.
„Jede alte Zeitung funktioniert per se nach Marcel van Eedens künstlerischem Prinzip: Sie ist eine Zeitreise in die Vergangenheit, die es uns erlaubt in die Weltgeschichte, aber auch in Geschichten des Alltags einzutauchen. Der Künstler baut auf eben solchen realen historischen Ereignissen auf, unter die sich dann fiktive Personen und Geschehnisse mischen.“, so Dr. Ralf Beil, Kurator der Ausstellung und Direktor des Instituts Mathildenhöhe zu der Idee der Sonderbeilage.
Eine Zeichnungsserie van Eedens in der Ausstellung schildert Ereignisse des 22. November 1948. Auf den ersten Seiten der Beilage ist deshalb das damals nur vierseitige „Darmstädter Echo“ vom 22. November 1948 eins zu eins nachgedruckt. „Marcel van Eeden empfand die Nachrichten von der „Vorhut des Weltkommunismus“ sowie das Foto vom „zweiten Gesicht der Greta Garbo“ schon als genügend Fiktion. Deshalb hat er hier nicht eingriffen.“, erklärt Dr. Ralf Beil. In den drei folgenden Seiten des „Darmstädter Echo“ vom 23. November 1963, die von der Ermordung Kennedys am Tag zuvor berichten, sind dagegen die originalen Fotos durch Zeichnungen Marcel van Eedens aus der Serie „November 22, 1948“ ersetzt worden. Sie zeigen gewissermaßen im Mimikry schwarzweißer Zeitungsfotos eine neue Version der Geschichte - vom „Leben mit der Mauer“ bis zum „Langstrecken-Weltrekord“ des Ford-Taunus 12M.
Die Beilage ergänzt die Totalinstallation des Künstlers auf der Mathildenhöhe Darmstadt, die noch bis zum 19. Februar 2012 zu sehen ist, um eine weitere faszinierende Facette. Sie liegt auf einem bislang leeren Sockel der Serie „November 22, 1948“ und kann vom Besucher mitgenommen werden, solange der Vorrat reicht. Nochmals Dr. Ralf Beil: „Die Künstlerbeilage verstärkt als reale Zeitung mit fiktiven Bildelementen die Verschränkung von Kunst und Leben in der Ausstellung selbst sowie beim Zeitungsabonnenten. Das gesamte Projekt dient wie die Ausstellung „Marcel van Eeden. The Darkest Museum in the World“ als Katalysator, um Geschichte neu und anders wahrzunehmen.“
Die Sonderbeilage zur Ausstellung finden Sie hier hier
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Die Sonderbeilage des „Darmstädter Echo“ zur Ausstellung
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