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Peter Behrens
Das Wertheim-Speisezimmer
28. März 2008 bis 26. Oktober 2008
Museum Künstlerkolonie
Vernissage: Freitag, 28. März 2008, 18.30 Uhr
Das Institut Mathildenhöhe zeigt ab 28. März 2008 das nach historischen Vorlagen rekonstruierte „Wertheim-Speisezimmer“ von Peter Behrens.
Über 100 Jahre nach seiner ursprünglichen Präsentation werden hierfür die originalen Einrichtungsgegenstände des Zimmers im Museum Künstlerkolonie zusammengeführt, nicht mehr auffindbare Objekte nach historischen Vorbild neu angefertigt und um eine originalgetreue Wandgestaltung mit ihren materiellen und koloristischen Komponenten ergänzt. Die Präsentation versteht sich als Auftakt einer Erneuerung der Sammlungspräsentation im Museum Künstlerkolonie.
Das als Wertheim-Speisezimmer bekannt gewordene Raumkunstwerk wurde ursprünglich 1902 auf der „Ausstellung Moderner Wohnungs-Kunst“ im Berliner Warenhaus Wertheim gezeigt, bei der erstmalig moderne Wohnräume in das Verkaufsangebot eines Warenhauses aufgenommen wurden. Bereits bei der damaligen Präsentation imponierte das Behrens-Ensemble mit den Worten eines zeitgenössischen Kritikers durch die „großzügige Disposition der farbigen Kontraste, durch die einfache Gediegenheit der Möbel und den festlichen Glanz der gedeckten Tafel“ (Karl Scheffler).
Im Zusammenspiel der verschiedenen Einzelkunstwerke – der Möbelgarnitur, dem Speiseservice und Tafelbesteck bis hin zu Kronleuchter, Teppich und Wandfries – vermittelt sich dem Besucher ein vom Künstler intendierter Raumeindruck perfekter Einheitlichkeit und Geschlossenheit. Dieser detaillierte Period Room zeigt Peter Behrens als stilprägenden Universalkünstler seiner Zeit.
Zur Ausstellung erscheint eine Broschüre mit einem Text von Renate Ulmer.
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Peter Behrens, Wertheim-Speisezimmer, aus: Deutsche Kunst und Dekoration, 1902
Peter Behrens, Porzellan aus dem Wertheim-Speisezimmer, 1901/1902
Peter Behrens, Stuhl aus dem Wertheim-Speisezimmer, 1902
Abbildungen:
VG Bild-Kunst, Bonn 2008 |
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Andreas Gursky. Architektur
11. Mai bis 7. September 2008
Ausstellungsgebäude Mathildenhöhe
Vernissage: Samstag, 10. Mai 2008, 18.30 Uhr
English version
Eine Ausstellung des Jubiläumsprogramms 100 Jahre Stadtkrone Darmstadt.
Die Mathildenhöhe Darmstadt präsentiert den weltberühmten Fotografen und Wilhelm-Loth-Preisträger von 2003 Andreas Gursky. Die Einzelausstellung, die ab 11. Mai im Ausstellungsgebäude zu erleben ist, versammelt eine konzentrierte Auswahl seiner großformatigen Fototableaus mit besonderem Fokus auf Architektur, einem der zentralen Themenkomplexe im Schaffen von Andreas Gursky. Der 1955 in Leipzig geborene und in Düsseldorf lebende Künstler gehört mit seinen aufwendig erstellten, unverkennbaren Werken zu den weltweit wichtigsten zeitgenössischen Fotografen.
Die Werkschau auf der Mathildenhöhe zeigt die Tiefe und Weite von Gurskys Architekturbegriffs mit Blick auf Tektur und Textur des Gebauten im Außen- und Innenraum anhand von Arbeiten des Fotografen von 1988 bis heute. Erstmalig werden diese explizit unter dem Gesichtspunkt der Architektur präsentiert. Eine Kathedrale der Energieerzeugung trifft hier auf Tempeltektonik, Freizeitarchitektur auf die informelle Architektur der Slums oder die nächtliche Lichttextur einer Megalopolis, um nur einige der emblematischen Bildfindungen von Andreas Gursky zu nennen: „Ich arbeite an einer Enzyklopädie des Lebens.“ (Andreas Gursky)
Das Katalogbuch zur Ausstellung erscheint im Hatje Cantz Verlag, herausgegeben von Ralf Beil und Sonja Feßel, mit Essays von Ralf Beil, Gernot Böhme und Francesca Ferguson und enthält erstmals Bildkommentare zu jedem ausgestellten Werk von Aleida Assmann, Jan Assmann, Dieter Bartetzko, Gernot Böhme, Elisabeth Bronfen, Sonja Feßel, Alfred Nordmann, Wolfgang Pehnt, Hans Rudolf Reust, Mirjam Schaub, Rudolf Schmitz, Monika Schmitz-Emans, Peter Schneemann, Reinhard Spieler und Thomas Zaunschirm, 24,5 x 30 cm, 112 S., ca. 75 farbige Abb., € 39,80.-
Mit großzügiger Unterstützung der Sparkasse Darmstadt sowie der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.
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Sao Paolo Sé, 2002
Bochum Uni, 1988 Cheops, 2005
Copan, 2002
Alle Werke: Andreas Gursky/VG Bild-Kunst, Bonn 2008
Courtesy: Monika Sprüth/Philomene Magers, Köln München London |
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Andreas Gursky. Architecture
May 11th to September 7th, 2008
Institut Mathildenhöhe
Opening May 10th, 2008 at 6:30PM
An exhibition of the jubilee year program “Stadtkrone Darmstadt - 100 years”.
Architecture as the essential domain of man, captured by one of the most renowned contemporary artists—this is the main theme of Andreas Gursky’s solo exhibition at the Mathildenhöhe Darmstadt. Whether a solitary structure or an intricate urban complex: architecture constitutes an essential part of the cultural identity of every society. Thus it appears almost imperative that Andreas Gursky, in his images of our present day, focuses again and again - not to call it a preference - on the architectural.
The show of the world renowned photographer and recipient of the Wilhelm Loth Prize in 2003 at the Mathildenhöhe plumbs for the first time the entire depth and breadth of his notion of architecture with a view toward the tectonics and texture of the built structure from outside and inside: here a high-tech cathedral for neutrino research encounters the archaic tectonics of the temple, a representational space of political power meets the informal architecture of the slums, or the textured light of a megalopolis at night - these are but a few of Andreas Gursky’s emblematic pictorial findings.
The catalogue is edited by Ralf Beil and Sonja Feßel and published by Hatje Cantz Verlag. For the first time in a monograph it brings together selected photographs by the Düsseldorf based artist from 1988 through today under the heading: architecture. Alongside seminal essays by Ralf Beil, Gernot Böhme and Francesca Ferguson, the catalogue features extensive commentaries on each of the exhibited works from Aleida Assmann, Jan Assmann, Dieter Bartetzko, Gernot Böhme, Elisabeth Bronfen, Francesca Ferguson, Sonja Feßel, Alfred Nordmann, Wolfgang Pehnt, Hans Rudolf Reust, Mirjam Schaub, Rudolf Schmitz, Monika Schmitz-Emans, Peter J. Schneemann, Reinhard Spieler and Thomas Zaunschirm. Hardcover, Ger. and Eng. edition, 24,5 x 30 cm, 112 pages, 90 full color images, approx. € 39.80.
Exhibition Programme
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Sao Paolo Sé, 2002
Bochum Uni, 1988 Cheops, 2005
Copan, 2002
Alle Werke: Andreas Gursky/VG Bild-Kunst, Bonn 2008
Courtesy: Monika Sprüth/Philomene Magers, Köln München London |
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Heribert C. Ottersbach. Erziehung zur Abstraktion
Wilhelm-Loth-Preisträger 2007
11. Mai bis 7. September 2008
Ausstellungsgebäude Mathildenhöhe
Vernissage: Samstag, 10. Mai 2008, 18.30 Uhr
English version
Die Mathildenhöhe Darmstadt präsentiert ab 11. Mai Werke des international renommierten Malers und aktuellen Wilhelm-Loth-Preisträgers Heribert C. Ottersbach. Im Kontext des Jubiläumsprogramms „100 Jahre Stadtkrone Darmstadt“ versammelt die Einzelausstellung Erziehung zur Abstraktion bedeutende Architekturbilder des Kölner Künstlers (*1960).
Heribert C. Ottersbach versucht in seiner künstlerischen Arbeit nichts weniger als eine Neubewertung der Moderne. Aus vorgefundenen Materialien und eigenen zeichnerischen Entwürfen entwickelt der Maler seine Bildideen – darunter auch eine Vielzahl von architektonischen Sujets, für ihn „abstrakte, geometrische Figurationen einer durch ‚die Erziehung’ disziplinierten Gesellschaft“ (Heribert C. Ottersbach).
Ottersbachs Architekturdarstellungen tragen nicht selten ironisch-sarkastische Titel wie Aufbruch ins Gelobte Land oder Erziehungsmaschine. Ein deutlicher Verweis auf seine kritische Grundhaltung gegenüber der Moderne und ihren Manifestationen, deren Utopiegehalt wie Sinnverlust der Künstler in seinen Arbeiten in distanziert prüfender Bildsprache auslotet.
Zur Ausstellung erscheint ein zweisprachiges Katalogbuch (dt./engl.) im Hatje Cantz Verlag, herausgegeben von Ralf Beil, mit Essays von Ralf Beil, Kai-Uwe Hemken, Carola Kemme und Heribert C. Ottersbach sowie philosophisch-literarischen Texten von Michel Foucault, Friedrich Nietzsche und Fernando Pessoa, 24 x 30 cm, 192 S., ca. 100 farbige Abb., ca. € 39.80.-
Mit großzügiger Unterstützung der Sparkasse Darmstadt sowie der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.
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Erziehung (Die Eltern), 2004 Erziehung zur Abstraktion, 2005 Culatra, 2005
Torquato Tasso, 2003
Alle Werke: Heribert C. Ottersbach/VG Bild-Kunst, Bonn 2008 |
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Heribert C. Ottersbach. Formation to Abstraction
May 11th to September 7th, 2008
Institut Mathildenhöhe
Opening May 10th, 2008 at 6:30PM
An exhibition of the jubilee year program “Stadtkrone Darmstadt - 100 years”.
The Story of Architecture of the 20th Century by Jürgen Tietz begins with these telling words: "An essential part of our lives is defined by the architecture that surrounds us day after day." Not least, therefore, are Heribert C. Ottersbach’s architectural images also always images about ourselves.
The solo exhibition of the internationally renown painter and recipient of the Wilhelm Loth prize in 2007 will be on view at the Mathildenhöhe Darmstadt as part of the jubilee year of the Stadtkrone Darmstadt—completed exactly 100 years ago as an architectural ensemble of the wedding tower and exhibition building. It brings together a comprehensive collection of Heribert C. Ottersbach’s portrayals of architecture that trace both the utopian content and the (loss of) meaning of modernist buildings and their human consequences. Formation to Abstraction, Heribert C. Ottersbach’s more than pertinent exhibition title, signifies here the largely automatic formation of man through architecture, which, through an unconditional commitment to functionality, can also lead at times to a fatal abstracting of human values.
The catalogue, edited by Ralf Beil and published by Hatje Cantz Verlag, brings together essays by Ralf Beil, Carola Kemme and Kai-Uwe Hemken as well as an artist’s text by Heribert C. Ottersbach with original philosophical and literary texts by Fernando Pessoa, Friedrich Nietzsche and Michel Foucault. From the exemplary poet of modern placelessness with an almost paradoxical sense for spaces, to the philosopher of power and facades of flesh and stone, as well as the contemplator of heterotopias from the hospital to the prison—all of these perspectives ground Ottersbach’s fundamental reflection on modernism and its architecture. Hardcover, bilingual (Ger./Engl.), 24 x 30 cm, 176 pages, 137 color images, € 35,- at the exhibition, € 39,80 in bookstores.
Exhibition Programme
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Erziehung (Die Eltern), 2004 Erziehung zur Abstraktion, 2005 Culatra, 2005
Torquato Tasso, 2003
Alle Werke: Heribert C. Ottersbach/VG Bild-Kunst, Bonn 2008 |
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Karlheinz Stockhausen
Stimmung für 6 Vokalisten
23. Mai bis 7. September 2008
Klangarchitektur im Wasserreservoir Mathildenhöhe
Im Rahmen des Jubiläumsprogramms 100 Jahre Stadtkrone Darmstadt – Ein Jahr im Zeichen der Architektur zeigt die Mathildenhöhe Darmstadt ab dem 23. Mai 2008 eine einzigartige Klanginstallation im historischen Wasserreservoir. Karlheinz Stockhausen, ein Meister der Klangarchitektur, wird im magischen Raum des Wasserreservoirs hörbar gemacht – in einer Hommage an den im Dezember letzten Jahres verstorbenen Komponisten (1928-2007) und die Internationalen Ferienkurse für neue Musik, die dieses Jahr zum siebten und letzten Mal von Solf Schäfer geleitet werden. Stimmung thematisiert auf exemplarische Weise klangräumliche Vorstellungen in einer kompositorischen Umsetzung der uralten Technik des Obertonsingens, in der aus serieller Organisation ein archaisch-ritueller Gesang von geheimnisvollmystischer Sinnlichkeit entsteht.
Das ebenso private wie zentrale Vokalwerk Karlheinz Stockhausens, uraufgeführt vor genau 50 Jahren, 1970 allein 72mal bei der Weltausstellung in Osaka zu Gehör gebracht, kommt im Wasserreservoir in einem historischen Konzertmitschnitt des Collegium Vocale aus Köln zur Geltung – jener sechsköpfigen Vokalgruppe, für die das Stück 1968 geschrieben worden war. Aufgenommen im Rahmen der Internationalen Ferienkurse von 1972 in der Städtischen Sporthalle Darmstadt, nähert sich der neue Spielort der Arbeit von Karlheinz Stockhausen atmosphärisch kongenial an.
Stockhausen selbst hat Stimmung als radikal meditative Musik beschrieben:
„Die Zeit ist aufgehoben. Man horcht ins Innere des Klanges, ins Innere des harmonischen Spektrums, ins Innere eines Vokales, ins Innere. Feinste Schwebungen – kaum Ausbrüche – alle Sinne sind wach und ruhig. In der Schönheit des Sinnlichen leuchtet die Schönheit des Ewigen.“
In Zusammenarbeit mit dem internationalen Musikinstitut Darmstadt und den Internationalen Ferienkursen für neue Musik
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Karlheinz Stockhausen auf den internationalen Ferienkursen für Neue Musik, 1972
© Internationales Musikinstitut Darmstadt Wasserreservoir Mathildenhöhe Darmstadt, Raumansicht
© Institut Mathildenhöhe / Rühl & Bormann Aufführung von Stimmung durch Karlheinz Stockhausen auf den internationalen Ferienkursen für Neue Musik, 1972
© Internationales Musikinstitut Darmstadt
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Farbe – Struktur – Oberfläche
Caparol-Architekturpreis 2008
6. Juni bis 21. September 2008
Museum Künstlerkolonie
Einen Einblick in die zeitgenössische Baukultur unserer Gesellschaft bietet die Präsentation der Nominierungen und Gewinner des Caparol-Architekturpreises 2008 Farbe – Struktur – Oberfläche in den Bildhauerateliers des Museum Künstlerkolonie.
Der Wettbewerb prämiert herausragende architektonische Projekte, die im Sinne des Gestaltens und Bauens mit Farben, Strukturen und Oberflächen realisiert wurden und sich dabei durch außergewöhnliche Farbund Materialkonzepte hervorgehoben haben. An der großen Bandbreite der nominierten Projekte – von kleinen Interventionen im Innenraum bis hin zu monumentalen Großprojekten – lässt sich ein konstruktiver Dialog über aktuelle Tendenzen in der Architektur entwickeln.
Der Architekturpreis Farbe – Struktur – Oberfläche wird seit 2004 alle zwei Jahre von der Caparol-Firmengruppe verliehen und bietet Architekten aus dem In- und Ausland eine Plattform für die Präsentation ihrer herausragenden Projekte. Ein unabhängiges Nominierungsverfahren durch namhafte Architekten sichert die fachkompetente und umfassende Darstellung des gegenwärtigen Architekturgeschehens, aus dem eine siebenköpfige Jury, der renommierte Architekten sowie Vertreter der Fachpresse und Industrie angehören, in einem zweiten Schritt insgesamt drei Preisträger auswählt.
Die Ausstellung im Museum Künstlerkolonie macht neben den Preisträgern auch alle Nominierungen des diesjährigen Wettbewerbes für die Öffentlichkeit zugänglich.
Zur Ausstellung erscheint eine reich illustrierte Publikation mit sämtlichen nominierten Projekten, € 25,– an der Museumskasse.
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Spielbank Bad Kissingen, Architekturbüro Brückner & Brückner, Tischenreuth
Foto: Constantin Mayer |
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Joseph Maria Olbrich 1867-1908
Internationales Symposium
11. und 12. Juli 2008
Museum Künstlerkolonie
Am 11. und 12. Juli 2008 findet auf der Mathildenhöhe Darmstadt ein internationales Symposium zum Universalkünstler Joseph Maria Olbrich (1867–1908) statt. Im Jahr seines hundertsten Todestages will die Tagung der wissenschaftlichen Forschung wie dem öffentlichen Interesse neue Wege zu einer zeitgemäßen Auseinandersetzung mit dem schlesisch-österreichischen Meisterarchitekten und seinem vielseitigen Werk eröffnen.
Joseph Maria Olbrich gehört zu den profiliertesten Vertretern der Reformkunst am Beginn der Moderne. Mit grandiosen Bauwerken wie der Wiener Secession oder der Darmstädter Stadtkrone – bestehend aus Hochzeitsturm und Ausstellungsgebäude – schuf er wegweisende Paradebeispiele des secessionistischen Bauens, des deutschen Jugendstils und einer Architektur an der Schwelle zur Moderne. Stets eng verbunden mit der Entwicklung moderner Form- und Lebenswelten erscheint der ernorm produktive, früh verstorbene Künstler als zentrale Gestalt der Kunst um 1900.
Das Symposium soll dazu beitragen, das vielseitige Werk des Künstlerkoloniearchitekten neu zu erschließen und seine wegweisende Rolle in der Kunst und Kultur jener Zeit neu zu beleuchten. Es dient gleichzeitig der wissenschaftlichen Vorbereitung einer umfangreichen Olbrich-Retrospektive, die zur Jahreswende 2009/2010 am Originalschauplatz auf der Mathildenhöhe Darmstadt zu sehen sein wird.
Mit Vorträgen von Werner Durth, Christiane Geelhaar, Siegfried Gronert, Ruth Hanisch, Matthias Schirren, Ulrich Maximilian Schumann, Renate Ulmer, Jindrich Vybiral u. a.
Teilnermergebühr € 20.- / € 10.- ermäßigt
Download Programm deutsch (42kb)
Anmeldung unter Fax +49 (0) 6151 13 37 39 oder
annette.windisch@darmstadt.de
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Joseph Maria Olbrich (1867 – 1908), historische Aufnahme
© Archiv / Institut Mathildenhöhe |
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Russland 1900
Kunst und Kultur im Reich des letzten Zaren
12. Oktober 2008 bis 1. Februar 2009
Ausstellungsgebäude Mathildenhöhe
Vernissage: Samstag, 11. Oktober 2008, 18.30 Uhr
English version
Die kulturhistorische Übersichtsschau „Russland 1900. Kunst und Kultur im Reich des letzten Zaren“ mit zahlreichen Meisterwerken aus den Bereichen Kunst und Kunsthandwerk, Architektur, Möbeldesign, Bühnenkunst, Film und Fotografie ist das Ausstellungsereignis zur Jahreswende 2008/2009 auf der Mathildenhöhe Darmstadt.
Symbolismus, nationaler Romantizismus und Neo-Primitivismus – die russische Kunst an der Schwelle zum 20. Jahrhundert präsentiert sich in den verschiedensten Facetten. Geprägt wird die russische Kultur jener Zeit durch das Spannungsverhältnis zwischen der Öffnung und Orientierung auf die westeuropäische Moderne und der panslawistisch grundierten Suche nach einem spezifisch „russischen Stil“, der die eigenen kulturellen Wurzeln betont: Dessen äußeren Kennzeichen sind das Folkloristische, Märchenhafte und Farbenfrohe. Keiner verkörpert diese Gegensätze in der russischen Kunst und Kultur um 1900 so wie der frühe Kandinsky mit seiner leuchtenden Temperamalerei.
Ein weiterer Höhepunkt der Schau im historischen Ausstellungsgebäude der Mathildenhöhe, unweit der von Zar Nikolaus Il. erbauten und 1898 eingeweihten russischen Kapelle, ist das Phänomen des Jugendstils in Russland. Bislang sind Malerei, Grafik, Architektur, Kunsthandwerk und Design dieser Stilrichtung noch nie in diesem Umfang gezeigt worden. Das große Finale der Schau fokussiert dann mit Protagonisten wie Leon Bakst und Natalia Gontcharova die Avantgarde der Bühnen- und Plakatkunst, die internationale Fanale in einer Zeit radikaler Umbrüche setzt.
Die Ausstellung versammelt exquisite Kunstwerke aus den bedeutendsten Museen Russlands und Westeuropas. Historische Filmsequenzen und Fotodokumente führen geradewegs in das Russland des letzten Zaren mit seinen politischen, wirtschaftlichen und dynastischen Spannungen. So entsteht ein einzigartiges Panorama russischer Kunst und Kultur um 1900.
Das reich illustrierte Katalogbuch zur Ausstellung erscheint im DuMont Literatur und Kunst Verlag, herausgegeben von Ralf Beil und Renate Ulmer mit Essays von Ralf Beil, Rosalind P. Blakesley, Eckhart G. Franz, Inge Lorenz/Renate Ulmer, Marc Mühlbach, Eleonora Paston, Ada Raev, Ilma Rakusa, Karl Schlögel, Vladimir Sedov, Olga Strugova und Elena Tschernevitsch sowie Zeitdokumenten und Quellentexten von Andrej Belyj, Sergej Djagilev und Zar Nikolaus II., 28 x 22 cm, ca. 350 S., 250 Abb., gebunden, € 39,90,-.
Mit partnerschaftlicher Unterstützung von HSE – HEAG Südhessische Energie AG, sowie der Hessischen Kulturstiftung für den Katalog.
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Konstantin Somow, Buchumschlag für Konstantin Balmonts "Feuervogel", 1907, Staatliche Tretjakow Galerie, Moskau
Aristarch W. Lentulow, Die Basilius Kathedrale, 1913, Staatliche Tretjakow Galerie, Moskau
Léon Bakst, Kostümentwurf für eine Nymphe, 1911, Musée d'Art moderne et contemporain de Straßbourg
Portrait der Zarin Alexandra Feodorowna, 1903, Hessische Hausstiftung, Kronberg
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Russia 1900
Art and culture in the Empire of the Last Tsar
October 12, 2008 to February 1, 2009
Exhibition Building Mathildenhöhe Darmstadt
Opening: Saturday, Oktober 11, 2008, 6.30 pm
Symbolism, national Romanticism and Neo-Primitivism – Russian art at the threshold of the 20th century presents itself in various facettes. The art scene of that period was characterised by the tension between a leaning towards West European Modernism and the search for a specifically “Russian” style derived from its own cultural roots: thus ideas based on folklore, fairy tales and enjoyment of colour became characteristic hallmarks of Russian art around 1900.
A special emphasis in the exhibition lies on the Jugendstil in Russia. It is thus treading new ground, for until now painting, graphic art, architecture, arts and crafts, and design influenced by this style have never been shown in these quantities. The exhibition not only brings together exquisite works of art from the most important museums in Russia, but also provides insights into the programmes and reality of the artists’ associations, studios and factories that were setting the agenda.
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Konstantin Somow, Buchumschlag für Konstantin Balmonts "Feuervogel", 1907, Staatliche Tretjakow Galerie, Moskau Aristarch W. Lentulow, Die Basilius Kathedrale, 1913, Staatliche Tretjakow Galerie, Moskau
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