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MARCEL VAN EEDEN
The Darkest Museum in the World
13. November 2011 bis 19. Februar 2012
Ausstellungsgebäude Mathildenhöhe Darmstadt
Dienstag bis Sonntag 10 – 18 Uhr
Donnerstag 10 – 21 Uhr
Die Ausstellung
Für seine bislang umfassendste Einzelausstellung weltweit realisiert Marcel van Eeden auf der Mathildenhöhe Darmstadt eine spannungsreiche Totalinstallation, in der sich Zeichnung und Raum ebenso wie Realität und Fiktion kunstvoll verzahnen. Erstmals sind die wichtigsten Erzählstränge vereint, die der niederländische Künstler seit 2004 Tag für Tag nach Fotos, Filmen und Textfragmenten angelegt hat: 13 Serien mit 660 Zeichnungen, darunter eine ganz neue, eigens für die Mathildenhöhe Darmstadt geschaffene Serie. Hinzu kommen skulpturale Objekte, Filme, ein raumfüllendes Videospiel mit Modell und Produktionsmaterialien sowie eine große Architekturskulptur als Kinobox. Marcel van Eeden verwandelt das Ausstellungsgebäude mit niedrigen Gängen und hohen Hallen in ein veritables Labyrinth der Erinnerung. Es ist ein auch für den Künstler unbekanntes Terrain: Denn für sein Werk nutzt van Eeden ausschließlich Bild- und Textvorlagen, die vor seinem Geburtstag, dem 22. November 1965, entstanden sind. So wie in seinen Serien reale Persönlichkeiten in fiktive Erzählungen verwoben werden, so wird auch das Ausstellungsgebäude der Mathildenhöhe zu einer außergewöhnlichen Bewusstseinsmaschine für Geschichte und Geschichten transformiert.
Zur Bildergalerie "The Darkest Museum in the World (1932)"
Der Künstler
Ursprünglich wollte er Schriftsteller werden: der niederländische Zeichner und Konzeptkünstler Marcel van Eeden. 1965 in Den Haag geboren, entscheidet sich van Eeden bereits 1985, für seine Arbeiten nur Bildvorlagen zu verwenden, die aus der Zeit vor seiner Geburt stammen. Erste Gemälde entstehen, lediglich versehen mit den Daten der Vorlage. Von 1989 bis 1993 studiert Marcel van Eeden Malerei an der Koninklijke Academie van Beeldende Kunsten in Den Haag, wendet sich aber ein Jahr vor Studienabschluss der Zeichnung zu. Seit 1993 entsteht täglich mindestens eine Arbeit, zeitgleich nimmt van Eeden an ersten Gruppenausstellungen in Galerien und Museen der Niederlande teil. Einzelausstellungen in München, Wien, Zürich, Rom und Toronto folgen. Spätestens ab 2004 wird der Zeichner zum Erzähler, indem er disparate Einzelmotive und Schriftbilder zu geheimnisvollen Serien zusammenstellt. 2006 siedelt van Eeden nach Berlin über. Im selben Jahr zeigt er auf der 4. Berlin Biennale seine Serie K. M. Wiegand. Life and Work, mit der ihm endgültig der internationale Durchbruch gelingt. Seit 2008 lebt und arbeitet Marcel van Eeden in Zürich.
Der Katalog
Zur Ausstellungstournee „Marcel van Eeden. Schritte ins Reich der Kunst“ ist neben einer Künstleredition – vier Zeichnungsbände in einer Kassette zum Preis von 100 Euro – der Katalog „Marcel van Eeden. Schritte ins Reich der Kunst“, herausgegeben von Ralf Beil, Konrad Bitterli und Katja Blomberg, im Verlag der Buchhandlung Walter König erschienen: mit Texten von Konrad Bitterli und Katja Blomberg, deutsch-englische Ausgabe, 104 S., zahlreiche Abb., 16,80 Euro.
Den Katalog „Marcel van Eeden. Schritte ins Reich der Kunst“ zum bestellen finden Sie hier
Eine Ausstellung des Instituts Mathildenhöhe Darmstadt in Zusammenarbeit mit dem Haus am Waldsee, Berlin und dem Kunstmuseum St. Gallen
Den Flyer mit komplettem Rahmenprogramm erhalten Sie hier
Das Heft mit dem Ausstellungskonzept erhalten Sie hier
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Marcel van Eeden
Sammlung Boryna (1935), 2009
Serie von 66 Zeichnungen
Courtesy Galerie Bob van Orsouw, Zürich und Galerie Zink, Berlin
Marcel van Eeden
The Darkest Museum in the World (1932), 2011
Serie von 15 Zeichnungen
Courtesy Galerie Zink, Berlin
Marcel van Eeden 22. November (1948), 2011
Serie von 42 Zeichnungen und zwei Skulpturen
Foto: Stephen White
Privatsammlung Franziska und Christian Hausmaninger Courtesy of the artist and Sprüth Magers Berlin London
Marcel van Eeden Karl´s Dream (1946), 2010, Serie von 14 Zeichnungen
Privatsammlung
Marcel van Eeden
The Darkest Museum in the World (1932), 2011
Serie von 15 Zeichnungen
Courtesy Galerie Zink, Berlin
Künstleredition "Marcel van Eeden. Oswald's Dream and other stories"
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ANKABUTAS NETZ
12. Februar bis 15. April 2012
Museum Künstlerkolonie
Mathildenhöhe Darmstadt
Dienstag bis Sonntag 11 – 18 Uhr
Die Ausstellung
Tausende von Ameisen krabbeln auf dem Boden, klettern an Wänden hoch und erobern den Ausstellungsraum. Ein winziger Kopf ist in der Aussparung einer Wäscheklammer gefangen. Ein Bleistift gefährdet mit seiner scharfen Spitze damoklesartig das winzige Wesen im Bett. Und von einer raumfüllenden Stickarbeit in transparenter Plastikfolie hängen kleine Nadeln wie winzige Stalaktiten herunter und schaffen ein Gefühl latenter Bedrohung. Die südkoreanische Künstlerin Songie Seuk alias Ankabuta verwebt große und kleine Gedanken, zeitaufwendige Werke und Minuten-Arbeiten zu einem spannungsreichen Beziehungsnetz, das mit hochemotionalen Botschaften überrascht. Im Zentrum dieses Netzes steht immer die Künstlerin selbst mit ihrem überaus sprechenden Künstlernamen: Denn Ankabuta bedeutet in der arabischen Sprache „weibliche Spinne“.
In ihrer ersten Einzelausstellung in Deutschland im Museum Künstlerkolonie Darmstadt stellt Ankabuta rund 40 Arbeiten der letzten Jahre sowie eigens für die Ausstellung geschaffene Werke vor. Die Bandbreite ihres Oeuvres reicht von winzigsten Assemblagen bis hin zu raumfüllenden Installationen, von realistischen Gemälden zu abstrakten Textilarbeiten, von Collagen zu Videofilmen. Obwohl in Maßstab und Medium sehr unterschiedlich, fügen sich die einzelnen Kunstwerke durch ein besonderes handwerkliches Können und eine ganz eigene Bildsprache zu einem großen Ganzen zusammen.
Nicht nur in den Bildhauerateliers webt Ankabuta an ihrem Netz. Entstanden ist in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin ein Ausstellungsparcours durch das ganze Museum Künstlerkolonie. So trifft Jugendstil subtil auf zeitgenössische Kunst und wird von ihr umgarnt.
Die Künstlerin
Songie Seuk (Ankabuta), 1980 in Ulsan/Südkorea geboren, studierte an der Fine Art Chung-Ang Universität in Seoul und an der Kunsthochschule Kassel bei Urs Lüthi und Dorothee von Windheim. Einzel- und Gruppenausstellungen in Südkorea, Deutschland, Bulgarien und den USA folgten. Für ihre künstlerische Arbeit wurde Ankabuta mehrmals ausgezeichnet: So erhielt sie 2008 im Rahmen ihrer Beteiligung an der Ausstellung „FemeFeuerFanatismus“ in der Mohr-Villa Freimann, München, den ersten Preis zugesprochen sowie 2011 den Publikumspreis für ihre Rauminstallation im Rahmen des Kunstfestivals „Begehungen“ in Chemnitz. Bereits 2010 würdigte die Stadt Darmstadt das große künstlerische Potential von Ankabuta mit dem „Charlotte-Prinz-Stipendium“. Dieses stellt ihr zwei Jahre lang eine monatliche finanzielle Zuwendung sowie – noch bis Ende März 2012 – das Atelierhaus Prinz in Darmstadt zur Verfügung. Im Museum Künstlerkolonie Darmstadt präsentiert Ankabuta nun die Ergebnisse dieser zwei intensiven Arbeitsjahre sowie eigens für die Räume des Museums Künstlerkolonie geschaffene Werke.
Der Katalog
Zur Ausstellung erscheint die Publikation Ankabutas Netz, herausgegeben von Ralf Beil und Philipp Gutbrod, mit Beiträgen u.a. von Ralf Beil, Philipp Gutbrod und Dorothee von Windheim, 128 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 14 x 21 cm, Softcover, 20 Euro.
Aufgrund der Verwendung von in situ-Fotografien der Werkschau wird der Katalog während der Laufzeit der Ausstellung erscheinen.
Das Rahmenprogramm zur Ausstellung finden Sie hier
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Ausstellungsplakat ANKABUTAS NETZ
Motiv: Ein Mann, 2009
Mischtechnik (Wäscheklammer und Ton),
H 7,3 cm
Foto: Gregor Schuster
Ankabuta
Köpfchen (Walnuss), 2009
Mischtechnik (Kunststoff, Walnuss), H 4 cm
Foto: Gregor Schuster
Ankabuta
Hr. Lüthi, 2009
Mischtechnik (Ton, Draht, Schraubenfeder eines Kugelschreibers), H 3cm
Foto: Gregor Schuster Ankabuta
Alptraum, 2008
Mischtechnik (Ton, Stoff, Holz), Bleistift: 1cm x 1cm x 28cm, Bett: 4,5cm x 2,5cm x 1,7cm
Foto: Ankabuta
Ankabuta
15290 Ameisen, 2004-07
Mischtechnik (Frischhaltefolie, Acrylfarbe, Faden, Draht), Dimensionen variabel
Foto: Gregor Schuster
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A HOUSE FULL OF MUSIC
Strategien in Musik und Kunst
13. Mai bis 9. September 2012
Ausstellungsgebäude | Wasserreservoir | Museum Künstlerkolonie
Mathildenhöhe Darmstadt Dienstag bis Sonntag 10 – 18 Uhr
Donnerstag 10 – 21 Uhr
Die Ausstellung
Am 5. September 2012 jährt sich der 100. Geburtstag von John Cage. Wie kaum jemand vor ihm hat Cage die Frage nach den Grenzen der Musik und ihren Verbindungen zu anderen Kunstfeldern und der Alltagswelt immer wieder neu gestellt. Gemeinsam mit Satie, Duchamp, Paik und Beuys gehört er zu den großen Strategen und Grenzgängern der Musik und Kunst im 20. Jahrhundert. Ausgehend von diesen Schlüsselfiguren wird die interdisziplinäre Großausstellung auf der Mathildenhöhe Darmstadt parallel zur documenta 13 in Kassel mit ebenso faszinierenden wie erhellenden Klangräumen, Projektionen, Objekten, Partituren, Gemälden und Installationen von 110 bildenden Künstlern, Musikern und Komponisten – von Laurie Anderson über Robert Filliou, Anri Sala, Dieter Roth und Iannis Xenakis bis hin zu Frank Zappa – zwölf Grundstrategien der Musik und Kunst seit 1900 erfahrbar machen. Der Komponist Heiner Goebbels wird eigens für das Wasserreservoir der Mathildenhöhe eine von Cage inspirierte Sound- und Videoinstallation realisieren.
Nach den national wie international gefeierten interdisziplinären Ausstellungen Russland 1900. Kunst und Kultur im Reich des letzten Zaren und Gesamtkunstwerk Expressionismus. Kunst, Film, Literatur, Theater, Tanz und Architektur 1905-1925 realisiert das Institut Mathildenhöhe Darmstadt mit A House Full of Music. Strategien in Musik und Kunst von 13. Mai bis 9. September 2012 das nächste ambitionierte Großprojekt. Diesmal wird gleich ein ganzes Jahrhundert auf neue Art und Weise präsentiert.
A House Full Of Music geht grundsätzlich anders vor als einschlägige Musik und Kunst-Ausstellungen der letzten Jahrzehnte, die sich meist vor allem mit den synästhetischen Fragen „Wie klingt das Bild?“ oder „Welche Farbe hat der Klang?“ auseinander gesetzt haben oder aber die Klangkunst als neue Hybridgattung beziehungsweise gattungsübergreifende soziokulturelle Kontexte von Kunst und Musik oder einzelne Medien – wie etwa die Schallplatte – in den Fokus rückten.
Auf der Mathildenhöhe Darmstadt werden nun erstmals die inneren Zusammenhänge zwischen den Gattungen Musik und Kunst thematisiert: Dies geschieht durch die epochenübergreifende Präsentation wirkmächtiger Strategien. Speichern, collagieren, schweigen, zerstören, rechnen, würfeln, fühlen, denken, glauben, möblieren, wiederholen, spielen – das sind zwölf Strategien, die sowohl die Musik als auch die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts markant geprägt haben und bis heute prägen.
In kontrastreichen Strategieräumen wird die Ausstellung auf der Mathildenhöhe Darmstadt diese parallelen Vorgehensweisen von Musik und Kunst in Geschichte und Gegenwart erfahrbar machen. Damit bietet A House Full of Music zugleich genuine Möglichkeiten zur (Wieder)Entdeckung von Musik- und Kunstwerken und wirft einen neuen Blick auf die vielfältigen Zusammenhänge der beiden künstlerischen Disziplinen, die sowohl auf thematischer, formaler als auch personeller Ebene verfolgt werden können.
Das Jubiläum des 100. Geburtstags von John Cage, einem der wichtigsten Komponisten und Musikdenker des 20. Jahrhunderts, ist zugleich äußerer wie innerer Anlass zu dieser groß angelegten Ausstellung: Wie kaum jemand vor ihm hat John Cage die Grenzen der Musik gesprengt und auf die Kunst und das Leben hin geöffnet. Zusammen mit Erik Satie, Marcel Duchamp, Joseph Beuys und Nam June Paik ist Cage eine der Schlüsselfiguren der Ausstellung, die nicht umsonst den Namen einer seiner Performances trägt: A House Full of Music.
Rund um diese Strategiepioniere – den frühen Grenzgängern Satie und Duchamp ist ein eigener Prolog gewidmet – werden 110 Künstler, Musiker und Komponisten von Nevin Aladag, Pierre Boulez und Miles Davis über Brian Eno, Bruce Nauman und Steve Reich bis hin zu La Monte Young in einem spannungsreichen Ausstellungsparcours quer durch Kunst- und Musikstile sowie Medien die zwölf Grundstrategien der Kunst und Musik des 20. und 21. Jahrhunderts ausloten. Gewissermaßen gegen den Strich entsteht so auch ein Jahrhundertpanorama der Kunst und Musik.
Aus Anlass der Ausstellung realisiert der Komponist, Musiktheaterregisseur und diesjährige Intendant der Ruhrtriennale Heiner Goebbels eigens für das historische Wasserreservoir unterhalb des Ausstellungsgebäudes Mathildenhöhe auf insgesamt 1000 Quadratmetern der beiden Speicherkammern die von Cage inspirierte Sound- und Videoinstallation Genko-an 64287.
Die Bildhauerateliers des Museums Künstlerkolonie verwandeln sich für die Dauer der Ausstellung in ein kontrastreiches Cage-Kino. Im Schwarzraum läuft der Künstlerfilm Sound?? von 1966, der John Cage mit dem Jazz-Saxophonisten Rashaan Roland Kirk in einen kreativen Dialog setzt. Im benachbarten Weißraum ist Nam June Paiks filmisch-künstlerische Hommage A Tribute to John Cage von 1973/76 zu erleben.
Der Katalog
Zur Ausstellung erscheint neben einem weiteren Band aus der Reihe Kunst zum Hören das umfangreiche Katalogbuch A House Full of Music. Strategien in Musik und Kunst, herausgegeben von Ralf Beil und Peter Kraut im Verlag HatjeCantz, mit Essays von Ralf Beil, Stefan Fricke, Peter Kraut und Thomas Schäfer, Werktexten u.a. von Eike Fess, Philipp Gutbrod, Anke Hillen und Andrea Keppler sowie Quellentexten, u.a. von Samuel Beckett, Joseph Beuys, William Burroughs, Pierre Boulez, John Cage, Marcel Duchamp, Brian Eno, Piet Mondrian, Mike Kelley, Nam June Paik, Rainer Maria Rilke, Luigi Russolo, Erik Satie, Erwin Schulhoff, Karlheinz Stockhausen und Bill Viola, 384 Seiten, rund 350 Abbildungen, 24,5 x 30,5 cm, Hardcover, € 45 an der Museumkasse, € 49,80,- im Buchhandel.
Das Rahmenprogramm
Die interdisziplinäre Großausstellung A House Full of Music. Strategien in Musik und Kunst wird von einem ebenso hochkarätigen wie umfangreichen Rahmen- und Musikprogramm begleitet. Neben dem permanent laufenden Cage-Kinoprogramm wird auch das Kindermuseum zur Ausstellung im Museum Künstlerkolonie zu finden sein. Mit dem Internationalen Musikinstitut, Kooperationspartner der Ausstellung A House Full of Music, dem Staatstheater Darmstadt, der Akademie für Tonkunst Darmstadt, der Centralstation und dem Jazz-Institut werden sämtliche bedeutenden Musikinstitutionen Darmstadts mit Projekten, Konzerten und Aufführungen an diesem ambitionierten Unternehmen beteiligt sein. Ausgewählte Filmpräsentationen zum Themenkomplex finden im Programmkino Rex sowie an den Filmabenden des Filmkreises der TU Darmstadt statt. Höhepunkte des Begleitprogramms sind eine Marathon-Aufführung von Erik Saties Vexations (840 Wiederholungen) über mehr als 18 Stunden am Olbrich-Flügel im Museum Künstlerkolonie sowie die Realisation von John Cages A House Full of Music in der Akademie für Tonkunst Darmstadt.
Eine Ausstellung des Instituts Mathildenhöhe Darmstadt
in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Musikinstitut Darmstadt (IMD)
Ermöglicht durch:
kulturfonds frankfurt rheinmain
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John Cage
Water Walk
(TV-Performance), 1960
Courtesy John Cage Trust
Milan Knižák Broken Music, 1963-1979 Zerstörte Schallplatten
© VG Bild-Kunst, Bonn 2001
Marcel Duchamp Avoir l’apprenti dans le soleil (Den Lehrling in der Sonne haben), 1914 Philadelphia, Museum of Art, Walter and Louise Arensberb Collection
Zeichnung, Tusche und Bleistift auf Notenpapier © VG Bild-Kunst, Bonn 2011
Laurie Anderson
Handphone Table, 1978
Holztisch, Verstärker, elektronischer Apparat, zwei Holzstühle, Fotografie, 91,2 x 152,5 x 79,6 cm
Collection du Musée d’art Contemporain de Lyon
© Laurie Anderson
Foto: Blaise Adilon
John Armleder
Zakk Wylde II, 2008
Acryl auf Leinwand, Elektrogitarre, Gemälde: 120 x 120 cm, Gitarre: 102 x 35 cm
Galerie Andrea Caratsch, Zürich
Valeska Gert
Die Pause, 1919
Fotografie
Foto: Käthe Ruppel
Pauk Klee
Zchng. (Instrument für d neue Musik), 1914
Feder auf Papier auf Karton, 17,4 x 17 cm
Privatbesitz, Schweiz; Depositum im Zentrum Paul Klee, Bern
Anne-Julie Raccoursier
Noodling, 2006
Video Installation, 7’20’’, Videostill
Courtesy des Künstlers
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ALLES REKLAME! Die Plakatkunst der Künstlerkolonie Darmstadt
7. Oktober 2012 bis 6. Januar 2013
Museum Künstlerkolonie
Mathildenhöhe Darmstadt
Dienstag bis Sonntag 11 – 18 Uhr
Die Ausstellung
Bereits im frühen 20. Jahrhundert galten Plakate als „Kunst der Straße“ und wurden von Museen und Privatpersonen gesammelt sowie in Ausstellungen und Publikationen gewürdigt. In ihrem Wunsch, alle Lebensbereiche künstlerisch zu gestalten, haben sich auch zahlreiche Mitglieder der Künstlerkolonie Darmstadt (1899-1914) der Vermittlung ihrer Ideen im öffentlichen Raum gewidmet. Sie schufen hierbei – als wichtigen Teil des Gesamtkunstwerks Mathildenhöhe – herausragende Plakate, die heute zu den Ikonen der Werbekunst zählen.
Erstmals werden nun auf der Mathildenhöhe Darmstadt sämtliche Plakate zu sehen sein, die von so renommierten Künstlerkolonisten wie Joseph Maria Olbrich, Peter Behrens, Hans Christiansen, Johann Vincenz Cissarz, Friedrich Wilhelm Kleukens und Bernhard Hoetger zwischen 1899 und 1914 entworfen wurden. Die Kompositionen und Motive der Plakate zwischen Jugendstil und Expressionismus werden in der Ausstellung entschlüsselt und in verschiedenen Farbvariationen und Studien vorgestellt. Damit schließt diese Ausstellung zugleich eine Forschungslücke zur Plakatkunst um 1900.
Der Katalog
Zur Ausstellung erscheint die Publikation „Alles Reklame! Die Plakatkunst der Künstlerkolonie Darmstadt“, herausgegeben von Ralf Beil, mit einem Vorwort von Ralf Beil, historischen Quellentexten sowie einem Essay von Philipp Gutbrod, 48 Seiten, 33 Abbildungen, Broschur, Institut Mathildenhöhe Darmstadt, 2012, € 5,-
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Hans Christiansen (1866-1945) Darmstädter Spiele, 1901
Farblithografie, 65 x 51 cm
Institut Mathildenhöhe
Städtische Kunstsammlung Darmstadt
Joseph Maria Olbrich
Plakat für die Ausstellung der Künstlerkolonie 1901
Lithografie, mehrfarbig; 82,5 x 50 cm
Institut Mathildenhöhe
Städtische Kunstsammlung Darmstadt
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Jugendstil in Darmstadt 1899 bis 1914
Die ständige Sammlungspräsentation
im Museum Künstlerkolonie
Museum Künstlerkolonie
Mathildenhöhe Darmstadt
Dienstag bis Sonntag 11 – 18 Uhr
Die ständige Sammlung zum Darmstädter Jugendstil im 1901 erbauten Ernst-Ludwig-Haus dokumentiert die Geschichte und das Wirken der Darmstädter Künstlerkolonie (1899 bis 1914) und gibt einen Überblick über das umfassende kreative Schaffen und die avantgardistischen Leistungen ihrer Mitglieder.
Die Präsentation im ehemaligen Ateliergebäude der Künstlerkolonie vereint Malerei, Skulptur, Architekturmodelle, Grafik, Buchkunst, Möbel, Textilien, Porzellan, Schmuck und Goldschmiedearbeiten des Darmstädter Jugendstils – und zeigt die Mitglieder der Künstlerkolonie als stilprägende Universalkünstler ihrer Zeit. Gezeigt werden Meisterwerke von so namhaften Künstlern wie Peter Behrens, Hans Christiansen, Bernhard Hoetger oder Joseph Maria Olbrich. Mit räumlichen Gesamtensembles wie dem Wertheim-Speisezimmer von Behrens wird die Idee des Gesamtkunstwerks als Ideal der Jugendstilbewegung in der Sammlungspräsentation erlebbar gemacht.
Das von Joseph Maria Olbrich errichtete Ernst-Ludwig-Haus – mit seiner beeindruckenden Südfassade, flankiert von zwei gewaltigen Monumentalfiguren des Bildhauers Ludwig – kann selbst als wahres Jugendstiljuwel bezeichnet werden. Im ehemaligen Ateliergebäude manifestierte Olbrich seine symbolische Absicht einen „Tempel der Arbeit“ zu schaffen, in dem das Wirken der Künstler sich in Form eines „Gottesdienstes“ hoch über den Niederungen des Alltags vollziehen sollte.
Neben der ständigen Ausstellung bieten die Bildhauerateliers des Museums zusätzlichen Platz für kulturhistorische Präsentationen und Sonderausstellungen zu aktuellen Designpositionen.
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Das Ernst-Ludwig-Haus auf der Mathildenhöhe, Südfassade
Foto: Nikolaus Heiss
Peter Behrens
Der Kuß, 1898
Peter Behrens, Das rekonstruierte Wertheim-Speisezimmer,
VG Bild-Kunst, Bonn 2008
Joseph Maria Olbrich Vase, um 1901
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