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GLANZ EINER EPOCHE
Jugendstilschmuck aus Europa
Verlängert bis zum 22. Januar 2012!
Museum Künstlerkolonie
Mathildenhöhe Darmstadt
Ausgehend vom umfangreichen Schmuckschaffen der Darmstädter Künstlerkolonie, das zum ersten Mal überhaupt in einer Ausstellung präsentiert wird, entfaltet sich im Herbst/Winter 2011 in den Schauräumen des Museums Künstlerkolonie mit seinen eindrucksvollen Jugendstilensembles ein einmaliges Panorama europäischer Schmuckgeschichte um 1900. In Kooperation mit dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt werden rund 150 Schmuckobjekte u.a. von René Lalique, Georges Fouquet, Joseph Maria Olbrich, Patriz Huber, Jan Eisenloeffel oder Fabergé gezeigt und bieten einen umfassenden Überblick zur Kreativität jener Zeit in einer Paradedisziplin des Jugendstils.
Pressetexte
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Info
Die Ausstellung
Zum ersten Mal wird der erstaunliche Reichtum des Schmuckschaffens der Darmstädter Künstlerkolonie gewürdigt. Die Erkenntnis, dass auf der Mathildenhöhe Darmstadt in Architektur und Lebensgestaltung um 1900 bahnbrechendes geleistet wurde, hat sich in der Öffentlichkeit weitgehend durchgesetzt. Diese Leistung reichte bis in derart feine Verästelungen, dass sie noch immer Entdeckungen ermöglicht – so auch im Fall des Künstlerschmucks. Ob Joseph Maria Olbrich, Peter Behrens, Hans Christiansen, Ludwig Habich, Rudolf Bosselt, Paul Bürck oder Patriz Huber: Alle sieben Pioniere der Künstlerkolonie, bis auf den Ziseleur Bosselt allesamt Autodidakten, haben zahlreich Schmuck entworfen. Sogar ihr Mäzen, Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein, schuf – erfasst vom allgemeinen kreativen Furor – eigene Entwürfe. Eine markante, oft neuartige Formensprache zwischen abstraktem Symbolismus und geometrisierender Abstraktion, die selbstverständliche Einbindung der Schmuckentwürfe in die Gesamtkunstwerke der Architektur und Lebensgestaltung sowie die beispielhafte Zusammenarbeit mit der Pforzheimer Schmuckindustrie, die neben exklusiver Juwelierproduktion eine bis dato unbekannte Serienproduktion künstlerischer Entwürfe erlaubte: Dies sind bei aller Unterschiedlichkeit der künstlerischen Charaktere übergreifende und zukunftsweisende Aspekte des Schmuckschaffens der Darmstädter Künstlerkolonie, dessen Bedeutung und Strahlkraft weit über die Mathildenhöhe hinausreicht.
Vor der Folie dieser einmaligen künstlerischen und zeitgeschichtlich bedeutsamen Kreativität auf der Mathildenhöhe Darmstadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die sich – erweitert um das Schmuckschaffen der nachfolgenden Künstlerkolonisten bis 1914 – in einer originalen Raumausstattung von Joseph Maria Olbrich entdecken lässt, zeigt die Ausstellung in den Sammlungsräumen des Museums Künstlerkolonie eine beeindruckende Auswahl erlesener Objekte, die insbesondere aus der bedeutenden Jugendstilschmucksammlung des Hessischen Landesmuseums Darmstadt stammen. Der Bestand des Hessischen Landesmuseums wiederum basiert im Wesentlichen auf der hochkarätigen kunsthandwerklichen Sammlung des niederländischen Hofjuweliers Karel A. Citroen, der, 1922 in Amsterdam geboren, bereits mit 30 Jahren zu sammeln begonnen hatte – zu einer Zeit, in der es noch keineswegs en vogue war, sich für das Kunsthandwerk des Jugendstils zu interessieren. Bis 1959 trug Citroen zahlreiche Schmuckobjekte aus ganz Europa zusammen. Die Ausstellung präsentiert mehr als 70 Höhepunkte der Sammlung des Hessischen Landesmuseums, darunter u.a. Arbeiten der bedeutenden Pariser Juweliere, Goldschmiede und Emailleure René Lalique und Georges Fouquet sowie André-Fernand Thesmar und Lucien Gaillard.
Ende des 19. Jahrhunderts setzte René Lalique eine Revolution auf dem Gebiet des Schmuckdesigns in Gang. Er entwarf kostbaren Schmuck für die Welt des Fin de siècle und zählte bedeutende Persönlichkeiten der Jahrhundertwende zu seinen Kunden. Unerschöpflich erscheint der Reichtum an Farben und Formen, realisiert mit höchst wertvollen Materialien. Lalique inspirierte auch die Wiener Schmuckproduktion der Jahrhundertwende, die sich jedoch in eine ganz andere Richtung entwickeln sollte. So sind die weitaus strengeren Arbeiten von Josef Hoffmann Ausdruck der Überzeugung, dass weniger der Materialwert als besondere künstlerische Gestaltung und handwerkliche Qualität die Bedeutung eines Schmuckstückes ausmachen. Ganz ähnlich verhält es sich bei den Pionieren der Darmstädter Künstlerkolonie sowie den Entwerfern in den deutschen Schmuckzentren Hanau und Pforzheim. Schmuck aus Deutschland und Frankreich bildet den Schwerpunkt der Präsentation, doch sind in der Ausstellung ebenfalls Arbeiten des Dänen Georg Arthur Jensen, niederländischer Schmuck von Bert Nienhuis und Jan Eisenlöffel sowie Stücke des legendären russischen Goldschmieds Carl Peter Fabergé zu entdecken. Der belgische Jugendstil ist mit Stücken des Schmuckherstellers Philippe Wolfers präsent. Schmuckarbeiten aus Großbritannien von William Hair Haseler und Juwelen des britischen Architekten und Designers Henry Wilson sowie von Liberty & Co. produzierte Objekte runden das opulente Panorama ab und zeugen vom besonderen Glanz einer großen Epoche der Schmuckkunst.
Die Kataloge
Zum ersten Mal liegt eine Publikation zum Schmuckschaffen der Darmstädter Künstlerkolonie vor. Die schmuckhistorische Leistung der Künstlerkolonisten wird grundsätzlich dokumentiert in Wort und Bild: Ralf Beil (Hg.), „Das Schmuckschaffen der Darmstädter Künstlerkolonie“, mit einem Vorwort von Ralf Beil und einem lexikalischen Essay von Wolfgang Glüber, Ausstellungskatalog, 48 Seiten, 33 Abbildungen, Broschur, Institut Mathildenhöhe Darmstadt, 2011, 5,- Euro.
Die Jugendstilschmuck-Sammlung im Hessischen Landesmuseum Darmstadt gehört zu den bedeutendsten und umfangreichsten ihrer Art. Der erstmals vollständig publizierte Bestand vermittelt mit über 240 Objekten aus Europa und den USA, darunter Arbeiten von Lalique, Wolfers, Jensen oder Fabergé, einen umfassenden Überblick über das Schmuckschaffen rund um 1900: Wolfgang Glüber, „Jugendstilschmuck. Der Bestand im Hessischen Landesmuseum Darmstadt“, mit einem Beitrag von Angelika Wassak, 415 Seiten, Hardcover, Verlag Schnell & Steiner GmbH, Regensburg, 2011, 49,90 Euro.
Eine Ausstellung des Instituts Mathildenhöhe Darmstadt in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt
Pressebilder
Deutschland
Hans Christiansen
Brosche, um 1901
Gold, Brillanten, Saphircabochon, Email
6,5 cm x 6 cm
Ausführung: Juwelierfirma J. Friedmann’s Nachf. D. & M. Löwenthal, Frankfurt a. M.
Foto: P. Frankenstein, H. Zwietasch
© Landesmuseum Württemberg, Stuttgart
4,78 MB, jpg
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Kirchgaessner & Kraft, Pforzheim
Gürtelschließe, um 1903-1905
Neusilber, Glasfluss
7,2 cm x 6,6 cm
Hessisches Landesmuseum Darmstadt
2,46 MB, jpg
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Hans Christiansen
Gürtelschnalle, 1901
Silber, Perlmuttscheiben, Barockperle
5,8 cm x 8,4 cm
Ausführung: Juwelierfirma J. Friedmann’s Nachf. D. & M. Löwenthal, Frankfurt a. M.
Hessisches Landesmuseum Darmstadt
1,70 MB, jpg
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Ludwig Habich
Krawattennadel, Schmucknadel „Die schöne Lau“, 1901
Silber, Chrysopras
2,9 cm x 3,3 cm
Ausführung: Firma TheodorFahrner, Pforzheim
Hessisches Landesmuseum Darmstadt
1,50 MB, jpg
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Künstlerkolonie Darmstadt
Brosche, um 1902
Silber, blauer Stein 3,1 cm x 4,5 cm
Institut Mathildenhöhe Darmstadt, Städtische Kunstsammlung Darmstadt
4,19 MB, jpg
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Patriz Huber
Hülsen für Zündholzschachteln, 1901/02 Silber 1,4 cm x 2,8 cm x 4,4 cm
Ausführung: Silberwarenfabrik Martin Mayer, Mainz
Institut Mathildenhöhe Darmstadt, Städtische Kunstsammlung Darmstadt
4,70 MB, jpg
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Patriz Huber
Gürtelschnalle, 1900/1901
Silber, grüne Achate 2,4 cm x 2,3 cm
Ausführung: Firma Theodor Fahrner, Pforzheim
Institut Mathildenhöhe Darmstadt, Städtische Kunstsammlung Darmstadt
4,58 MB, jpg
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Joseph Maria Olbrich (zugeschrieben)
Brosche, um 1902
Silber, blaue Achate
4,1 cm x 3,1 cm
Ausführung: Firma Theodor Fahrner, Pforzheim
Institut Mathildenhöhe Darmstadt, Städtische Kunstsammlung Darmstadt
3,03 MB, jpg
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Karl Rothmüller
Brosche, 1899
Gold, Silber, Opal, Rubine
3,0 cm x 2,4 cm
Ratz-Coradazzi Sammlung
4,49 MB, jpg
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Firma A. Odenwald, Pforzheim
Brosche, um 1901
Silber, Granate
3,8 cm x 2,4 cm
Ratz-Coradazzi Sammlung
2,28 MB, jpg
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Karl Rothmüller
Brosche, 1899
Silber, Perlen, Rubine
3,8 cm x 2,5 cm
Ratz-Coradazzi Sammlung
4,12 MB, jpg
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Patriz Huber
Manschettenknöpfe, 1901
Silber, grün gefärbte Achate
2,2 cm x 1,8 cm
Ausführung: Firma Theodor Fahrner
Ratz-Coradazzi Sammlung
3,12 MB, jpg
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Frankreich
Marie Alexandre Lucien Coudray
Brosche in Gestalt einer Frau mit Libellenflügeln, um 1901
Gold, Platin, Fensteremail, Farb- und Lasurreste, Brillianten, Diamanten, Rubine, Smaragde
8,2 cm x 7,8 cm
Hessisches Landesmuseum Darmstadt
2,44 MB, jpg
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Georges Fouquet
Fuchsienbrosche, um 1902
Gold, Opale, Brillanten, Diamanten
10,6 cm x 4,1 cm
Ausführung: Charles Desrosiers
© VG Bild-Kunst, Bonn 2011
2,50 MB, jpg
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Lucien Gaillard
Halsschmuck „Hirschkäfer“, um 1905
Silber, Gold, Opakemail, Peridot, Citrin
9,0 cm x 7,0 cm
Hessisches Landesmuseum Darmstadt
2,37 MB, jpg
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René Jules Lalique
Brosche „Schlangenblüte“, um 1899
Gold, Fensteremail, Transluzidemail
7 cm
© VG Bild-Kunst, Bonn 2011
5,03 MB, jpg
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René Jules Lalique
Brosche „Schlangenblüte“, um 1899
Gold, Fensteremail, Transluzidemail
7 cm
© VG Bild-Kunst, Bonn 2011
5,20 MB, jpg
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André-Fernand Thesmar
Orchideenbrosche, um 1902-1905
Gold, Fensteremailtechnik, Transluzidemail, Perle
6,8 cm x 10,8 cm
Ausführung: Henri Hirné, Paris
Hessisches Landesmuseum Darmstadt
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Unbekannt
Brosche „Sarah Bernhardt“, nach 1897
Gelbgold, Grüngold, Silber, Opakemail, Transluzidemail, Diamanten, Brillant, Rubin, Saphir, Perle
5,8 cm x 4,0 cm
Hessisches Landesmuseum Darmstadt
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Niederlande
Bert Nienhuis
Gliederarmband, um 1910
Gold, Opakemail, Rubine
1,2 cm x 19 cm
Hessisches Landesmuseum Darmstadt
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Österreich
Josef Hoffmann
Quadratische Brosche mit Schachbrettmuster, 1910-1911
Silber, Opakemail
4,1 cm x 4,1 cm Ausführung: Wiener Werkstätte / Fa. Josef Souval, Wien
Hessisches Landesmuseum Darmstadt
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Russland
Firma Karl Fabergé
Anhänger mit zwei Störchen, um 1900
Gold, Silber, Transluzidemail, Opakemail, Chrysoprase, Diamanten, Brillant
11,2 cm x 4,8 cm
Hessisches Landesmuseum Darmstadt
6,25 MB, jpg
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Firma Karl Fabergé
Spiegelanhänger nach einem Entwurf von Hans Christiansen, um 1900
Silber, Email, Rubin, Spiegelglas
4,7 cm
Hessisches Landesmuseum Darmstadt
1,84 MB, jpg
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