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PRESSESTIMMEN
ZUR AUSSTELLUNG
A HOUSE FULL OF MUSIC
Strategien in Musik und Kunst
Beiträge zur Ausstellung in Hörfunk und Fernsehen
So, 13. Mai 23.38 Uhr
Deutschlandradio Kultur, Fazit
Comic-Partituren und Badewannen-Blues
Ausstellung "A House full of Music" zeigt Verbindung zwischen Neuer Musik und Kunst
Von Lutger Fittkau
Do, 24 Mai 22.45 Uhr
Hr Fernsehen, Hauptsache Kultur
"A House full of Music" in Darmstadt
Amüsante Ausstellung zu schwierigem Thema
Von Manfred Scheyko
Auszüge aus der Berichterstattung in den Medien
„In der kommenden Woche eröffnet das Institut Mathildenhöhe in Darmstadt eine seiner großen Themenausstellungen.“
Der Spiegel, 7. Mai 2012
„Eine grandiose Schau, die geschickt wechselt zwischen Hören und Sehen. Musikfans kommen hier ebenso auf Ihre Kosten wie Kunstfreunde – und lernen noch voneinander.“
Christian Huther, Wiesbadener Tagblatt, 10. Mai 2012
„Es ist eine gigantische Schau, die sich zu einem „Feuerwerk für alle Sinne verdichtet: Musiker machen Kunst und Künstler machen Musik“, sagt Beil. Die klug inszenierte Schau spricht Kunst- und Musikfans ebenso an wie absolute Laien.“
Bernhard Meister, epd, 10. Mai 2012
„… Kunst und Musik seit 1912 sowie die generationen- und disziplinübergreifenden Allianzen ihrer Protagonisten. Dafür hat Institutsleiter Ralf Beil mit dem „House Full of Music“ wieder ein Gesamtkunstwerk installiert.“
Katinka Fischer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. Mai 2012
„Ralf Beil, der energiegeladene Leiter der Mathildenhöhe Darmstadt, hat wieder einmal Pionierarbeit geleistet. In seinem „House Full of Music“ hat er zum 100. Geburtstag des Musikreformers John Cage eine Ausstellung zu Musik und Kunst der Moderne aufgebaut, die es so umfassend noch nie gegeben hat.“
Reinhold Gries, Offenbacher Post, 11. Mai 2012
„Es blitzt in die Ohren, es hagelt ins Gehirn, Töne werden zu Gedanken, Gefühle hallen nach, Klänge sind Farben und Laute Malereien: Diese Ausstellung hebt Zeit und Raum auf, Musik ist nicht länger auf den Moment des Schalls und der Schwingung beschränkt, Kunst wird zum Abbild des Hörens.“
Stefan Reis, Main-Echo, 11. Mai 2012
„Ein Panorama der Klang-Moderne wird hier sichtbar, quer durch Stile und Medien – so bislang selten erlebt in der Museumslandschaft (worauf Beil bei der Pressevorbesichtigung zu Recht und mit Stolz verwies) und damit weit über die üblichen Fragestellungen „Wie klingt ein Bild?“ und „Welche Farbe hat der Klang?“ hinausgehend.“
Stefan Reis, Main-Echo, 11. Mai 2012
„…es sind völlig verrückte, überraschende und immer wieder inspirierende Verbindungen, die man da erfährt, die auch einen ganz neuen Blick öffnen für die Kunstwerke, also nicht nur für die Musik selbst.“
Rudolf Schmitz, hr2-kultur, 11. Mai 2012
„Ich finde sie [die Ausstellung] großartig, weil sie super seriös ist in der Recherche und gleichzeitig sehr, sehr amüsant in den Filmen und Videos und Hörbeispielen, die man dort erleben kann.“
Rudolf Schmitz, hr2-kultur, 11. Mai 2012
„Das Konzept, Musik und Bildende Kunst gleichberechtigt nebeneinander zustellen, geht durch ein aufwendiges Audiosystem verblüffend gut auf. Zur Vermeidung einer Kakophonie bewegt sich jeder Besucher mit Kopfhörern durch seine nach Wunsch gestaltete – beziehungsweise durch Musik aktivierende Signale lebhaft auf ihn eindringende – Klangwelt.“
Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau, 12. Mai 2012
„Cage lotete stets die Grenzen der Musik aus und zeigte die geheimen Verbindungen zu anderen Kunstrichtungen auf. Die Darmstädter Mathildenhöhe zeichnet diese Verbindungslinien jetzt in einer opulenten Ausstellung nach. Sie zeigt aber auch: Avantgarde darf auch Spaß machen!“
Lutger Fittkau, Deutschlandradio Kultur, 13. Mai 2012
„Schon in früheren Ausstellungen auf der Mathildenhöhe wie „Gesamtkunstwerk Expressionismus“ hat Kurator Ralf Beil eindrucksvoll gezeigt, dass er ein besonderes Talent dafür hat, die Verbindungslinien verschiedener Kunstrichtungen der Moderne wie Malerei, Theater und Film so zu ziehen, dass der Betrachter die unsichtbare kulturelle Schrift sieht, die dem zugrunde liegt. Diesmal ist es ihm – mit der Tonkunst im Zentrum des Geschehens – wieder perfekt gelungen. Ralf Beil legt ein hundert Jahre währendes Avantgardemusik-Kontinuum offen, das von Marcel Duchamps’ Notizen zu Klang und Musik aus dem Jahre 1912 bis heute reicht.“
Lutger Fittkau, Deutschlandradio Kultur, 13. Mai 2012
„Notationen sind der eigentliche Star der großartigen Darmstädter Ausstellung. Und der Kurator Ralf Beil, der es wieder geschafft hat, kunstvoll die Verbindungslinien aufzuzeigen, die zwischen maßgeblichen Künstlern der Moderne bestehen. Auch im Feld der Musik.“
Lutger Fittkau, Deutschlandradio Kultur, 13. Mai 2012
„John Cage als Inspiration: Die Darmstädter Mathildenhöhe huldigt in der so ehrgeizigen wie brillanten Ausstellung „A House Full of Music“ der Verbindung von Kunst und Musik. […] Ralf Beil, der Direktor der Mathildenhöhe und Kurator der Ausstellung, hat unter diesen insgesamt zwölf Leitbegriffen gut dreihundert Werke von 110 Künstlern versammelt, ohne dass die Einordnungen jemals gewaltsam oder dogmatisch erschienen. En passant unterläuft er damit die klassische Unterscheidung zwischen Musik als einer Ausdrucksform „in der Zeit“ und Kunst als Darstellungsform „im Raum“. […] Nicht nur fürs „Schweigen“, „Spielen“ und „Zerstören“ liefert die Ausstellung beredte Belege. Auch in den anderen Kategorien glückt ihr jene Analyse, die sich dem jungen Klee noch versagte.“
Christian Wildhagen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14. Mai 2012
„In seinem von Cage, Gertrude Stein und buddhistischen Gedanken inspirierten „Genko-an 64287“ nutzt Goebbels die spiegelnden Wasserflächen, die Akustik und die magische Wirkung der scheinbar uferlosen Kellergewölbe äußerst suggestiv: für ein atmosphärisches "Gesamtkunstwerk", in dem sich Raum, Klang, Licht, Bewegung und Sprache in zwangloser Totalität verbinden. Wagner wäre begeistert gewesen – Klee sicher auch.“
Christian Wildhagen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14. Mai 2012
„Wer rauskommt, ist unweigerlich etwas erschöpft von der Materialfülle, aber glücklich. Denn hier warten kompakt 100 Jahre Musikgeschichte. Und: Es ist eine demokratische Ausstellung, denn am Ende hat jeder seine Geschichte der Musik des 20. Jahrhunderts im Kopf.“
Mario Scalla, BR Klassik, 14. Mai 2012
„Eine schlüssig konzipierte Schau, die uns durch interaktive Momente die Avantgarde in Kunst und in Musik nahe bringt. Sie hinterfragt und durchbricht unsere Hörgewohnheiten – ganz im Sinne von John Cage.“
Rebecca Hack, 3sat-Kulturzeit, 14. Mai 2012
„Graphisch angeordnete Partituren oder Musikvideos mit geometrischer Zufallsstruktur – alle hier ausgestellten Werke haben eines gemeinsam: Sie wollen die Wahrnehmung des Betrachters schärfen, ihn animieren, die Welt mal ganz anders zu sehen und zu hören.“
Manfred Scheyko, hr-fernsehen, Hauptsache Kultur, 24. Mai 2012
„Cage war alles andere als ein Dogmatiker, er ließ dem Zuhörer alle Freiheit. Und das tut diese Ausstellung auch. Ein wahrer Abenteuerspielplatz, man kann sich vergnügen und Dinge entdecken, die man so weder gehört noch gesehen hat.“
Manfred Scheyko, hr-fernsehen, Hauptsache Kultur, 24. Mai 2012
„Beim Abstieg von der Mathildenhöhe kreischt eine sich in Blech senkende Kreissäge martialisch von einer Baustelle: „Wow“ aber auch wie von „Einstürzende Neubauten“. Wenn man von der Ausstellung „A House Full of Music“ kommt, dann kann ein solches Hörerlebnis ähnlich eindrucksvoll wie das Farbenspiel einer Kreuzungsampel nach der Luminale sein. Es dauert, bis man mit den Sinnen zurück im Alltag ist.“ Lorenz Gatt, Strandgut. Das Kulturmagazin, Juni 2012
„Zwischen Saties „visueller Musik“, Duchamps „ Zufallsmusik“ […] und dem ersten Fernsehauftritt Frank Zappas […] ergeben sich inspirierende Momente und faszinierende Perspektivenwechsel der Musik- und Kunstwahrnehmung. Dabei wird hier nicht nur das Hochamt intellektueller High-End-Kunst zelebriert. Jimi Hendrix und die Einstürzenden Neubauten sind ebenso mit an Bord wie Oliver Sturm mit seinem „Gebetomat“ von 2008, der auf Knopfdruck Lobpreisungen verschiedener Weltreligionen abspielt…“ Tilmann Schneider, P-Magazin, Juni 2012
„…diese Ausstellung macht Spaß, das darf ganz klar gesagt werden! Kunst und Musik verbinden sich, so Ralf Beil, zu einer „räumlichen Sinnlichkeit“, die den Besuch zu einem echten Erlebnis werden lässt.“
Tilmann Schneider, P-Magazin, Juni 2012
„Vielseitig und eng sind die Verbindungen zwischen Musik und Bildender Kunst. Doch endlich kommt mal Ordnung in diese Beziehung! Denn Ralf Beil, Leiter der Mathildenhöhe, hat diesmal sein Talent für genreübergreifende Projekte zur Brücke zwischen Musik und Bildender Kunst gemacht, indem er die Fülle des Materials auf zwölf simple Handlungen aufteilt: […] Die Leistung dieser fulminanten und äußerst dichten Schau ist es, Sichtbares und Hörbares gleichberechtigt nebeneinander zu stellen. […] Eines der wichtigsten Ereignisse dieses Sommers.“
Grit Weber, Journal Frankfurt, Juni 2012
„Wer sich für Kunst und/oder Musik interessiert, wer insbesondere die vielfältigen Überschneidungen beider Disziplinen sieht und hört, wer also Synergien schätzt, der kommt, keine Frage, an jenem Katalog (416 Seiten) nicht vorbei, der soeben zur Ausstellung im Institut Mathildenhöhe Darmstadt (bis 9.9.) vom Hatje Cantz Verlag ausgeliefert wurde. Es geht um „A House Full of Music – Strategien in Musik und Kunst“, herausgegeben von Ralf Beil und Peter Kraut. Was dieses Duo zum 100. Cage-Geburtstag (im September) zusammengetragen hat, wird fortan zum Basismaterial sämtlicher Betrachtungen dieser Art zählen.“
Karlheinz Schmid, Informationsdienst KUNST, 14. Juni 2012
„Die Musik und ihre Grenzerfahrungen werden weiträumig ertastet. Da wo es ums „Schweigen“ geht, liegen am Boden die fünf Filmrollen des gleichnamigen Bergman-Films, die Joseph Beuys als Auflage verzinkt hat. Den Hintergrund zu diesem ergreifenden, mittlerweile auch etwas schütteren Objekt bildet eines der weißen Bilder von Robert Rauschenberg, die Cage zu seinem tönenden Zeitfenster „4’33’’“ inspirierten. Die Noten eines futuristisch-dadaistischen Klavierstücks von Erwin Schulhoff verweisen auf die Tatsache, dass schon 1919 einer Musik nur mit Pausen komponiert hat, die graphisch übrigens ausgesprochen attraktiv erscheinen.“
Reinhard Ermen, SWR2-Musik aktuell, 15. Juni 2012
„Auch wer sich auskennt, entdeckt eigene Bildungslücken, zumal die Grenzen zwischen E und U aufgehoben sind, Brian Eno gehört genauso zu den ausgewählten Repräsentanten wie die „Einstürzenden Neubauten“.“
Reinhard Ermen, SWR2-Musik aktuell, 15. Juni 2012
„Das kann nur Kunst. Wer die YouTube-Kultur verstehen will, kommt um diese Ausstellung in Darmstadt nicht herum. Sie zeigt, wie aus Bildern Töne wurden – und umgekehrt.“
Jörg Scheller, DIE ZEIT, 28. Juni 2012
„Was mitunter vorschnell den frivolen Entgrenzungen der Pop- und Konsumkultur zugeschrieben wird, hat allerdings noch ganz andere avantgardistischere Quellen. Auf der Darmstädter Mathildenhöhe, wo Großherzog Ernst Ludwig von Hessen 1899 eine Künstlerkolonie im Geiste des Jugendstils ins Leben rief, werden diese nun in einer beeindruckenden Ausstellung angezapft.“
Jörg Scheller, DIE ZEIT, 28. Juni 2012
„Der Kurator Ralf Beil und sein Team interessieren sich also nicht für esoterische Diskurse über Synästhesie. Sie beleuchten stattdessen auf angenehm pragmatische Weise die Struktur- und Verfahrensanalogien zwischen Kunst und Musik und wollen mehr darüber wissen, wie sich Künstler und Musiker im 20. Jahrhundert gegenseitig beeinflussten. Wenn das trotzdem ein wenig nach dem utopischen „Hang zum Gesamtkunstwerk“ (Harald Szeemann) klingt, ist das durchaus beabsichtigt und erscheint gerade hier, in Darmstadt, nicht ohne Hintersinn. […] Überraschenderweise erweist sich dieses ältere integrative Prinzip gerade mit Blick auf die zeitgenössische Kunstszene als sehr aktuell.“
Jörg Scheller, DIE ZEIT, 28. Juni 2012
„Die Darmstädter Schau wartet mit besonders erfrischenden, erfreulich unabgenützten Beispielen auf. Nebst den Galionsfiguren der Neuen Musik wie John Cage, Luciano Berio oder Karlheinz Stockhausen, die ab den 50er Jahren auf der Mathildenhöhe ihre legendären Sommercamps veranstalteten, ist auch die allerjüngste Gegenwart breit vertreten. Im Überblick lässt sich hervorragend verfolgen, wie sich manche künstlerische Strategie, etwa das Spiel mit dem Zufall, seit Gründervater Marcel Duchamp weiterentwickelt hat. […] Ein Trumpf der Präsentation sind die zahlreichen Hörbeispiele auf dem Audioguide – und wer dann noch immer nicht genug hat, kann im Wasserreservoir der Mathildenhöhe in die brandneue Klanginstallation „Genko-An“ von Heiner Goebbels eintauchen.“
Barbara Basting, DRS2aktuell, 28.Juni 2012
„Ralf Beil, Direktor der Mathildenhöhe und Kurator der Ausstellung, hat das ausufernde Thema mit seinem Team exzellent geordnet; Vermisstenanzeigen aufzugeben […], lohnt sich in diesem Fall einmal wirklich nicht. Da werden dann nicht nur 350 Geschichten erzählt, da wird eine Schau endlich einmal von den Künstlern her gedacht.“
Sigrid Feeser, [Kultur], Juli 2012
„Naturgemäß spielt sich die Schau, in der 350 Werke von 110 Künstlern zu einem schlau komponierten und dicht verwebten Parcours arrangiert sind, nicht unwesentlich auch auf den mitgereichten Kopfhörern ab, wo Ausschnitte aus Kurt Schwitters „Ursonate“ ebenso zu hören sind wie Stücke von Karlheinz Stockhausen oder den Einstürzenden Neubauten.“
Sandra Danicke, art, Juli 2012
„Die heitere Atmosphäre von Kindern und jungen Menschen, die aus eigenem Antrieb etwas tun, prägte das Projekt „INSIDE AND OUTSIDE – Klangexkursionen in innere und äußere Umwelten“, das vom Institut für Neue Musik und Musikerziehung (INMM) gemeinsam mit den Machern der Ausstellung „A House Full of Music“ und drei Darmstädter Schulen durchgeführt wurde. […] über allen synästhetischen Reizen thronte das Erlebnis des sozialen Miteinanders als stimmiger, energiegeladener und energiebringender Prozess.“
Doris Kösterke, neue musikzeitung, Juli/August 2012
„Das Verbindende zwischen Musik und Bildender Kunst sind Handlungsstrategien. Was diese im Einzelnen bedeuten und welcher der 110 präsentierten Künstler damit welches Werk hervorgebracht hat, das zeigt die Mathildenhöhe in Darmstadt mit einer dichten und exzellent recherchierten Ausstellung.“
Grit Weber, Kunstbulletin, Juli/August 2012
„Wir durchschreiten ein ganzes Jahrhundert der Kunst- und Musikgeschichte und treffen dabei auf Nam June Paik, der musikalische Schwingungen über den Mund wahrnimmt, auf Wolf Vostells Pläne, einen Flugplatz zum Konzertsaal zu machen, auf Laurie Anderson, die Kopfhörer aus ihren Händen formt, und auf Heiner Goebbels, der das hauseigene Wasserreservoir vertont. Alles wird zu Kunst, und die ist zunächst geistiges Arbeiten, basiert auf Ideen, die ineinander verschränkt und bis heute äusserst vital sind. Das ist eine sehr gute Erfahrung.“
Grit Weber, Kunstbulletin, Juli/August 2012
„Eindrucksvoll gebändigte Vielfalt: Die Mathildenhöhe Darmstadt erweist dem Komponisten, Performer und Künstler John Cage eine opulente Reverenz zum 100. Geburtstag. Zugleich werden Vorläufer und Mitstreiter im Geiste in einer Schau geehrt, die mit 350 Exponaten systematisch und kurzweilig der Verbindung von Kunst und Musik nachgeht.“
Kerstin Stremmel, NZZ, 17. August 2012
„Interdisziplinäre Ausstellungen scheitern nicht selten an ihren hohen Ansprüchen, wie zuletzt im Centre Pompidou zu beobachten war: Die große Ausstellung "Danser sa vie" zu Tanz in der Kunst seit 1900 präsentierte zwar viele aufregende Exponate, es gab aber fast nur motivische Resonanzen. In der Darmstädter Ausstellung "A House Full of Music" hingegen gelingt es, die inneren Zusammenhänge zwischen den Gattungen Musik und Kunst zu thematisieren und zugleich eine sehr sinnliche Ausstellung mit mehr als 300 Exponaten zu machen, darunter bezaubernde Klee-Zeichnungen, vieles von Dieter Roth und Mitmachinstallationen etwa von Laurie Anderson. Bereits der "Prolog" zieht den Betrachter und Zuhörer in seinen Bann: im ersten Raum sind Satie, Duchamp und die Folgen vereint.“
Kerstin Stremmel, NZZ, 17. August 2012
„Angesichts einer ausgefeilten Technik ist es ein ungleich grösseres Vergnügen, die Ausstellung sehend und hörend zu erforschen, […]. Die Rezeption ist nach eigenem Gusto und Tempo möglich. Und auch wenn der opulente und schön gestaltete Katalog und das Hörbuch eine Kompensation für diejenigen sind, die die Ausstellung verpassen, verspürt man vielleicht erst nach dem Besuch vor Ort den dringenden Wunsch, auf der nächsten Alexander-Calder-Skulptur zu musizieren, wie es Earle Brown im Jahr 1985 gemacht hat.“
Kerstin Stremmel, NZZ, 17. August 2012
„Die gleichberechtigte Gegenüberstellung von Arbeiten aus den Bereichen Kunst und Musik verdeutlicht eindrucksvoll gegenseitige Beeinflussungen wie auch parallele Entwicklungen der Schwesterkünste. Die Ausstellung „A House Full of Music“ zeigt einmal mehr, dass visuelle und klangliche Künste in einen gewinnbringenden ästhetischen Dialog treten können. Dieses Potential sollte weitaus häufiger genutzt werden und der Kulturort „Museum“ nicht nur als extravaganter Aufführungsort für Musik, die keinerlei Bezug zu den Ausstellungsobjekten aufweist, verstanden werden.“
Katrin Thomschke, blog.arthistoricum.net, 19.August 2012
„Rund 350 Werke stehen exemplarisch für 100 Jahre Wechselbeziehungen, die ein neues Kunstverständnis beförderten, das angesichts der aktuellen Auseinandersetzungen um Kunst und Commons verblüffend aktuell geblieben ist. Zuletzt stimmt den Besucher Johannes Kreidlers Video „Charts Music – Songsmith fed with Stock Charts“ (2009) noch einmal froh. Unter der Verwendung der Microsoft Komponiersoftware „Songsmith“ entstand ein tragikomischer Billion-Dollar-Song zur Wirtschaftskrise. Entlang abstürzender Börsenkurse, Wachstumsraten von Pornoindustrie und steigenden Kriegsopferzahlen trällert ein rhythmisch unterlegter Orgelsound. Wunderbar.“
Antonia Herrscher, taz, 21. August 2012
„“A House Full of Music“, der Titel ist einer Performance Cages im Bremer Überseemuseum von 1982 entlehnt, soll „erfreuen, irritieren, überwältigen und nachdenklich machen.“ Dies gelingt vor allem durch den Verzicht auf engstirnige theoretische Konzepte. Stattdessen können sich die Besucher an zwölf Strategien künstlerischer Prozesse orientieren: […] Sie eröffnen eine faszinierende Erlebniswelt aus Kunstwerken, Partituren, Projektskizzen, Klanginstallationen und Musikvideos.“
Marie Meier, MusikTexte, August 2012
„Im „House Full of Music“ werden durch die große und vielfältige Auswahl an humorvollen, kuriosen, komplexen und teils selten zu sehenden Ausstellungsstücken die engen Verbindungen zwischen Musik und bildender Kunst aufs Anschaulichste erfahrbar.“
Marie Meier, MusikTexte, August 2012
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Ausstellungsplakat
A HOUSE FULL OF MUSIC
Motiv: Mauricio Kagel „Acustica für experimentelle Klangerzeuger & Lautsprecher“, 1968–1970, Sammlung Mauricio Kagel, Paul Sacher Stiftung, Basel, Foto: Brigitte Dannehl © 2012 VG Bild-Kunst, Bonn Anne-Julie Raccoursier
Noodling, 2006
Video Installation, 7’20’’, Videostill
Courtesy der Künstlerin John Cage
Water Walk
(TV-Performance), 1960
Courtesy John Cage Trust Milan Knižák
Broken Music, 1963-1979
Zerstörte Schallplatten
© VG Bild-Kunst, Bonn 2001 Marcel Duchamp
Avoir l’apprenti dans le soleil (Den Lehrling in der Sonne haben), 1914 Philadelphia, Museum of Art, Walter and Louise Arensberb Collection
Zeichnung, Tusche und Bleistift auf Notenpapier
© VG Bild-Kunst, Bonn 2011
John Armleder
Zakk Wylde II, 2008
Acryl auf Leinwand, Elektrogitarre, Gemälde: 120 x 120 cm, Gitarre: 102 x 35 cm
Galerie Andrea Caratsch, Zürich Valeska Gert
Die Pause, 1919
Fotografie
Foto: Käthe Ruppel
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